PanoramaRadweg Abschnitt Niederbergbahn
Auf der alten Eisenbahnstrecke 2724 "Niederbergbahn" - Oberdüssel – Wülfrath – Kettwig-Stausee entsteht zur Zeit der PanoramaRadweg Niederbergbahn in mehreren Abschnitten.
Die drei Städte Heiligenhaus, Velbert und Wülfrath (vertreten durch den Kreis Mettmann) haben auf Grundlage einer gemeinsamen Planung und eines Corporate Design einen Förderantrag im Rahmen des Programms „Alleenradwege“ bei der Bezirksregierung in Düsseldorf gestellt.
Auf Grundlage dieses Antrags wird der PanoramaRadweg Niederbergbahn als erster Radweg aus dem Förderprogramm Alleenradwege in NRW mit 75 % gefördert. Durch die Förderung sollen insbesondere die einzigartigen Brückenbauwerke und der Bahndamm in Ihrer Substanz erhalten werden.
Zusätzlich ermöglicht diese Förderung auf der seit Jahrzehnten brach liegenden Trasse im nördlichen Kreis Mettmann einen Geh- und Radweg mit einer Gesamtlänge von 25 km Länge, der sowohl im Alltag eine sichere und komfortable Verbindung für Radfahrer und Fußgänger sein wird, als auch touristisch eine Route mit vielen Highlights im nördlichen Kreis Mettmann darstellt.
Insbesondere auf dem Heiligenhauser Streckenabschnitt mit seinen 13 Brücken gibt es interessante Aussichten zu genießen und Ingenieurkunst aus den letzten 100 Jahren in einem breiten Spektrum zu bewundern. Während die beiden denkmalgeschützen Viadukte über die Ruhrstraße eine atemberaubende Aussicht bieten, verblüfft die Waggonbrücke über die Bahnhofstraße mit der Idee einen alten Rungenwagen als Brücke zu nutzen.
Ein Film zur Idee „Waggonbrücke“ von Dipl.-Ing. Ulrich Diehl ist Teil einer Werbekampagne der Ingenieurkammer Bau NRW im Rahmen der Aktion Kein Ding ohne Ing. Nach Nord-Westen führt der Radweg bis nach Essen-Kettwig und bietet damit den Anschluss an den Baldeney See. Nach Osten geht die Trasse durch die schöne niederbergische Landschaft in Velbert mit weiteren interessanten Brücken (z.B. das ebenfalls denkmalgeschützte Viadukt Eulenbachtal) nach Wülfrath wo die Bahntrasse direkt zum „Zeittunnel“ führt.
Später soll dieser Radweg in ein touristisches Gesamtnetz eingebunden werden, dem unter der Dachmarke Panorama-Radweg eine weitere Wegeführung nach Norden und Süden angehört. Dadurch entsteht der drittlängste Bahnradweg Europas.
Der Weg wird in einer Breite von 3 m asphaltiert. Dadurch ist er nicht nur für Fußgänger und Radfahrer sondern auch für Inlineskater, Rollatoren, Rollstühle und Kinderwagen barrierefrei nutzbar. Der Asphalt wird an den Anknüpfungspunkten mit so genannten Gelenkplätzen unterbrochen. In diesen wird die Pflasterung der Zugangsrampen fortgeführt. Dadurch wird deutlich gemacht, dass an den Anschlusspunkten besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist. Dort wo der Weg über Brücken führt, bieten Betonschwellen mit dem Namen der überquerten Straße eine Orientierung auf der Trasse.
Alte Bahnrelikte, die an die Eisenbahnstrecke erinnern werden beim Ausbau nach Möglichkeit erhalten und aufgearbeitet. In Heiligenhaus sind insbesondere der alte Bahnhof Isenbügel mit seinem historischen Gebäude und der denkmalgeschützte Bahnhof Heiligenhaus mit dem alten Bahnsteig, einem Prellblock und einigen Abstellgleisen einen Ausflug wert.


