Heiligenhauser Museen
Gleich zwei Museen findet der interessierte Besucher im geschichtsträchtigen Ortsteil Abtsküche:
Die Heimatkundliche Sammlung (Museum Abtsküche) des Geschichtsvereins Heiligenhaus sowie das Feuerwehrmuseum der freiwilligen Feuerwehr der Stadt Heiligenhaus.
Das Museum Abtsküche
liegt unmittelbar im Denkmal- und Naherholungsbereich Abtsküche. Das denkmalgeschützte Gebäude, eine ehemalige Landschule von 1908, wurde im Rahmen der EUROGA 2002 von der Stadt Heiligenhaus umgebaut und erweitert.
War bei der Entstehung des Museums (1975) der Bereich der bäuerlichen Lebens- und Arbeitswelt Schwerpunkt der Sammlung, so konzentrieren sich seit Mitte der 1980er Jahre die Bemühungen verstärkt auf den Aufbau einer alltagsgeschichtlichen Sammlung des 20. Jahrhunderts: Objekte aus Arbeit und Alltag werden als Belege für die Kultur des beginnenden Industriezeitalters gezielt gesammelt.
Die Dauerausstellung "Leben und Arbeiten in Heiligenhaus zwischen Tradition und Moderne" zeigt Exponate und Installationen zu den Bereichen Hauswirtschaft (Küche, Waschküche, Kolonialwarenladen), Schule, vorindustrielles Handwerk (Schuhmacher- und Sattlerwerkstatt, alte Gaststätte) sowie zu den Anfängen der Schlossindustrie.
Durch die zahlreichen Sonderausstellungen zu übergreifenden kulturgeschichtlichen Themen, aber auch durch weitergehende Aktivitäten wie Museumsnacht, Bücherflohmarkt, Märkte und Feste sowie Mundart- und Konzertveranstaltungen ist das Museum zu einem Erlebnisort mit überregionaler Akzeptanz geworden.
Das Museum liegt am historischen Rundweg Abtsküche, ins benachbarte Naherholungsgebiet „Paradies“ und das anschließende Vogelsangbachtal führt ein naturkundlicher Wanderweg. Am Museum startet zudem das „Kunstwege-Projekt“, ein weiterer Beitrag der Stadt Heiligenhaus zur EUROGA.

Das Feuerwehrmuseum der Freiwilligen Feuerwehr
befindet sich nur wenige Schritte über einen „Museumspfad“ entfernt, ebenfalls in einer ehemaligen Schule.
Das Spezialmuseum beherbergt eine bemerkenswerte Sammlung von unterschiedlichsten Exponaten aus über 100 Jahren Feuerwehrgeschichte. Ein Kernbereich der umfangreichen Sammlung ist die Dokumentation der Löschtechniken. Lederne Helme, Löscheimer, Handdruck- und Motorspritzen, Feuerpatschen und Feuerlöscher, Atemschutz- und Kommunikationsgeräte zeigen anschaulich die technische Entwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart. Uniformen, Medaillen und Auszeichnungen, Exponate aus der ehemaligen DDR sowie dem benachbarten Ausland komplettieren das Ausstellungsangebot.
In der naheliegenden Museumsscheune repräsentieren zudem zahlreiche, weitgehend funktionsfähige Feuerwehroldtimer sieben Jahrzehnte der Feuerwehrfahrzeugentwicklung.


