Die Stadt Heiligenhaus startet im kommenden Jahr den Neubau des Hallen- und Freibades. Der genaue Zeitpunkt steht aufgrund der laufenden Ausschreibungsverfahren noch nicht fest. Möglich wird das Großprojekt unter anderem durch Fördermittel in Höhe von rund 30 Millionen Euro. Während der Bauzeit wird das Heiligenhauser Bad geschlossen bleiben müssen. Die größte Herausforderung in dieser Zeit besteht darin, das Schul- und Vereinsschwimmen sicherzustellen.
Hierzu haben die Städte Heiligenhaus und Wülfrath eine enge Zusammenarbeit vereinbart. In einem unterzeichneten Letter of Intent halten beide Seiten fest, dass die Stadt Wülfrath der Stadt Heiligenhaus für die Dauer der Bauarbeiten umfangreiche Schwimmzeiten in ihrem Hallenbad zur Verfügung stellen wird. Damit ist gewährleistet, dass der Schwimmunterricht sowie das Training der Vereine nahtlos fortgeführt werden können.
Besonders wichtig: Für die Nutzerinnen und Nutzer in Wülfrath entstehen durch die Kooperation keine Einschränkungen. Weder die bestehenden Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit noch die Trainings- und Unterrichtszeiten der Wülfrather Schulen, Vereine und Schwimmschulen werden beeinträchtigt. Das gelingt, weil die zusätzlichen Zeiten für Heiligenhaus vor allem auch außerhalb der heutigen Öffnungszeiten eingeplant werden sollen. Hierzu erfolgt die Personalgestellung über die Stadt Heiligenhaus.
„Es war uns von Anfang an wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler sowie die Sportvereine auch während der Bauzeit verlässlich schwimmen können. Mit der Unterstützung der Stadt Wülfrath haben wir dafür eine sehr gute Lösung gefunden, die einmal mehr zeigt, wie stark unsere Städte interkommunal zusammenarbeiten“, betonte der Erste Beigeordnete Björn Kerkmann der Stadt Heiligenhaus, zuständig für Schule und Sport.
Auch der Bürgermeister der Stadt Wülfrath, Rainer Ritsche, unterstrich die Bedeutung der Vereinbarung: „Wir freuen uns, Heiligenhaus in dieser Übergangszeit zu unterstützen. Die Kooperation ist ein gelebtes Beispiel dafür, wie Kommunen in unserer Region gemeinsam Verantwortung übernehmen und im Sinne der Bürgerinnen und Bürger pragmatische Lösungen finden.“
Der Letter of Intent bildet die Grundlage für eine verbindliche Nutzungsvereinbarung, die in den kommenden Monaten ausgearbeitet wird. Beide Städte werden dabei auch die beteiligten Schulen und Vereine frühzeitig einbinden.
Darüber hinaus zeigt das Projekt, wie zielgerichtet Kommunen auf aktuelle Herausforderungen reagieren: Einerseits entsteht in Heiligenhaus mit Hilfe der Fördermittel ein modernes Bad, das langfristig attraktive Bedingungen für Freizeit, Sport und Gesundheit bieten wird. Andererseits wird durch die interkommunale Zusammenarbeit sichergestellt, dass in der Übergangszeit niemand auf Schwimmunterricht oder Trainingszeiten verzichten muss – weder in Heiligenhaus noch in Wülfrath.
