Derzeit lässt sich am Abtskücher Teich ein interessantes Naturschauspiel beobachten: Zahlreiche Raupen der Gespinstmotte haben mehrere Frühe Traubenkirschen besiedelt und nahezu vollständig entlaubt. Anschließend wandern die Raupen zur Verpuppung weiter. Aus ihnen entwickeln sich später kleine, auffällig gezeichnete Falter, die auch als Harlekinmotten bekannt sind. Die verschiedenen Arten der Gespinstmotten sind meist auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. In diesem Fall waren ausschließlich Frühe Traubenkirschen betroffen, andere Baumarten blieben unbeeinträchtigt. Anders als beispielsweise beim Eichenprozessionsspinner geht von den Gespinstmotten keine Gefahr für Menschen und Tiere aus. In Jahren mit günstigen Bedingungen treten sie verstärkt auf und gehören zum natürlichen Ökosystem. Die späteren Falter dienen unter anderem Fledermäusen als wichtige Nahrungsquelle.
Gespinstmotten
