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Mittwoch, den 18.03.2009 11:40

Hochschule Bochum startet im Herbst 2009 am Campus Velbert/Heiligenhaus

Ausbildungsplätze für das duale Studium zu vergeben!

Visualisierung des künftigen Hochschulstandortes in Heiligenhaus

Bereits im Herbst 2009 nimmt die Hochschule Bochum ihren Betrieb am Campus Velbert/Heiligenhaus auf. „So früh wie möglich möchte die Hochschule Bochum mit der Kooperativen Ingenieurausbildung in Velbert/Heiligenhaus starten. Deshalb haben wir uns entschieden, die ersten Studierenden für das duale Studienangebot vor Ort schon zum Wintersemester 2009/10 einzuschreiben“, teilte der Präsident der Fachhochschule, Prof. Dr. Martin Sternberg, mit.

Ab Herbst kann man am Campus Velbert/Heiligenhaus somit ein Studium in Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau oder Mechatronik beginnen und parallel eine betriebliche Ausbildung absolvieren. Ermöglicht wird dies durch Zusagen der regionalen Industrie, für 2009 zusätzliche Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen. Dies ist die Voraussetzung für die „Kooperative Ingenieurausbildung“ (KIA), die Studium und Berufsausbildung verbindet und daher auch als duales Studium bezeichnet wird. 

Gerade einmal drei Monate, nachdem die Bochumer Fachhochschule, die in fünf ihrer sechs Fachbereiche Ingenieurinnen und Ingenieure ausbildet, gemeinsam mit dem Verein Die Schlüsselregion e.V. den Ausbau-Zuschlag der Landesregierung erhalten hat, ist der frühzeitige Start der Hochschule Bochum am Campus Velbert/Heiligenhaus somit bereits gesichert.

Hierfür gab es auch Lob von höchster Stelle aus dem Innovationsministerium. Minister Prof. Andreas Pinkwart: „Den schnellen Start des Studienbetriebs der neuen Abteilung in Velbert/Heiligenhaus und das große Engagement der Wirtschaft begrüße ich sehr. Mit dem dualen Studium steht den zukünftigen Studierenden hier ein interessantes Angebot zur Verfügung, das die Durchlässigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung verbessert.“

Ab jetzt können sich Studieninteressierte auf konkrete Ausbildungsstellen für das duale Studium bewerben. Der Startjahrgang im Herbst 2009 soll mit einer Gruppe von ca. 25 Studierenden beginnen, die parallel in der regionalen Industrie ausgebildet werden. Gleich vier Ausbildungsplätze bietet beispielsweise das Unternehmen Huf Hülsbeck & Fürst aus Velbert. Jürgen Thiemann, Leiter der Personalentwicklung bei Huf: „Bei uns gibt es für die Auszubildenden in der Kooperativen Ingenieurausbildung zwei mögliche Varianten: Für Studierende der Elektrotechnik bieten wir die Ausbildung Elektroniker für Automatisierungstechnik. Mechatronik-Studierende können parallel auch den Ausbildungsberuf Mechatroniker erlernen.“ Letzteres bieten auch die Woelm GmbH in Heiligenhaus und die CES-Gruppe in Velbert, zusätzlich zu einem Angebot für angehende Maschinenbauer: In beiden Unternehmen ist parallel zum Studium Maschinenbau eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker möglich. Für IT-Interessierte bietet die Schulte-Schlagbaum AG neben dem Informatikstudium eine Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung an. Eine Übersicht über alle freien Ausbildungsplätze der Kooperativen Ingenieurausbildung in Unternehmen der Region ist auf der Homepage der Hochschule Bochum unter der URL www.hochschule-bochum.de/campus_vh verfügbar.

Für die Hochschule Bochum ist das neue regionale Ausbildungsplatzangebot ein positives Zeichen für einen erfolgreichen Start in Velbert/Heiligenhaus, zumal es in einer für viele Betriebe schwierigen Wirtschaftslage entstanden ist. Projektleiter Prof. Dr. Jörg Wollert lobt das langfristige Denken der Unternehmen: „Der Start der Kooperativen Ingenieurausbildung bereits in diesem Jahr ist ein Zeichen unternehmerischer Weitsicht, das auch die Hochschule Bochum motiviert hat, sich dieser lohnenden Herausforderung zu stellen. Wir sind überzeugt, dass die Erstsemester von 2009 in einigen Jahren die dringend gesuchten Fachkräfte des nächsten Aufschwungs sein werden.“

Zugleich appelliert er an die technisch interessierten Abiturientinnen und Abiturienten der Region, das kombinierte Angebot der Kooperativen Ingenieurausbildung zu nutzen: „Nicht ohne Grund gehören die Studierenden der Kooperativen Ingenieurausbildung seit langem zu den Besten der Hochschule Bochum. Wer diese duale Ausbildung wählt, kann gleichzeitig praktisches Arbeiten lernen und sich eine tiefgreifende Ingenieurkompetenz aneignen. Die Nähe zum Ausbildungsbetrieb ist zudem eine hervorragende Basis für die weitere berufliche Karriere der KIA-Absolventinnen und -absolventen.“

Voraussetzungen für ein Studium der Kooperativen Ingenieurausbildung sind die Hochschulzugangsberechtigung und ein Ausbildungsvertrag mit einem kooperierenden Betrieb. Erst mit dem Ausbildungsvertrag in der Tasche kann die Einschreibung an der Hochschule erfolgen. Studieninteressierte müssen daher zunächst den Auswahlprozess bei einem der beteiligten Unternehmen erfolgreich absolvieren.

Personalentwickler Thiemann erläutert die Erwartungen der Unternehmen an potenzielle Bewerberinnen und Bewerber: „Die Kooperative Ingenieurausbildung ist ein spannendes Angebot für motivierte junge Leute, die anspruchsvolle Positionen im technischen Bereich anstreben. Bewerberinnen und Bewerber brauchen sehr gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern und sollten neben Technikinteresse auch handwerkliches Geschick mitbringen. Und natürlich erwarten wir ein überdurchschnittliches Engagement, um Ausbildung und Studium parallel zu bewältigen.“ Dafür werden die Nachwuchskräfte in den Unternehmen auch gezielt gefördert, einige übernehmen sogar die Studiengebühren.

Wer einen dieser begehrten Ausbildungsplätze ergattern kann, dem stehen alle Türen offen: Der Studienplatz ist garantiert. Dabei können sich die Studierenden des ersten Jahrgangs am Campus Velbert/Heiligenhaus zudem über sehr gute Studienbedingungen freuen.

Start mit hervorragenden Lernbedingungen:
Zum Start werden die ca. 25 Erstsemester aus den verschiedenen ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen des ersten Jahrgangs am Campus Velbert/Heiligenhaus gemeinsam unterrichtet, da die Lehrinhalte zu Beginn des Studiums weitgehend identisch sind. Für die ersten Studienanfänger in Velbert/Heiligenhaus bieten sich somit persönliche Studienbedingungen in einer überschaubaren Gruppe mit sehr guter Betreuungsrelation. Zugleich ist für die Hochschule Bochum eine tragfähige Startgröße gesichert. Je nach Studienrichtung erfolgt nach dem Abschluss der gewerblichen Ausbildung nach dem  zweiten Studienjahr ein Wechsel an den Bochumer Campus, wo das Studium in den Studiengängen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau und Mechatronik abgeschlossen wird. Wer auch im 3. und 4. Studienjahr am Campus Velbert/Heiligenhaus bleiben möchte, kann nach Abschluss der Ausbildung in einen speziell auf die Region zugeschnittenen Studiengang wechseln, der zur Zeit von Hochschule und regionaler Wirtschaft gemeinsam entwickelt wird.

Mittelfristig ist dieses Modell auf eine Kapazität von 70 - 90 Studienanfängern pro Jahr am Campus Velbert/Heiligenhaus angelegt. Die Planzahlen der Hochschule Bochum sehen vor, dass diese Größenordnung im Zuge eines stetigen Wachstums voraussichtlich im Jahr 2011 erreicht wird. Standort der Hochschule Bochum wird der ehemalige Hauptsitz der Firma Kiekert in der Kettwiger Straße in Heiligenhaus, für dessen hochschulspezifische Gestaltung jedoch noch umfangreiche Planungsarbeiten erforderlich sind. Für den Start 2009 ist daher eine räumliche Übergangslösung in Heiligenhaus vorgesehen. Zurzeit wird in Gesprächen mit der Kiekert AG geprüft, ob hierfür vorübergehend freie Kapazitäten im Gebäudekomplex am Höseler Platz genutzt werden können.

Für Prof. Wollert ist eine Übergangslösung kein Problem: „Wir starten mit etablierten Studiengängen, die bereits seit mehreren Jahren durchgeführt werden. Die Studierenden können daher sicher sein, dass sie eine fundierte und bewährte akademische Ausbildung erhalten, deren Nähe zur Wirtschaft jetzt auch räumlich deutlich zum Ausdruck kommt.“

Freie Ausbildungsplätze für das duale Studium sind noch in folgenden Unternehmen verfügbar:

BÖCO Böddecker & Co. GmbH & Co. KG
CARL FUHR GmbH & Co. KG
C.Ed. Schulte GmbH (CES)
Döring Industrieelektronik GmbH & Co. KG
EMKA Beschlagteile GmbH & Co. KG
Gebr. Wasserloos GmbH
HELBAKO GmbH
Huf Hülsbeck & Fürst GmbH & Co. KG
Johann Vitz GmbH & Co. KG
Kiekert AG
Öztürk Industries GmbH & Co. KG
Schulte-Schlagbaum AG
Wilh. Schlechtendahl & Söhne GmbH & Co. KG (WSS)
Woelm GmbH
Zambo GmbH

Bereits vergeben sind die Plätze bei WITTE Automotive.


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