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Daten und Fakten

Kanalnetz
Das Kanalnetz der Stadt Heiligenhaus ist ca. 114 km lang. Zu 92 % wird das Abwasser der Heiligenhauser Bürger durch Mischwasserkanäle entsorgt, in denen das anfallende Schmutz- und Regenwasser durch einen gemeinsamen Kanal zum Klärwerk geleitet wird.

Heiligenhaus gehört zu fast gleichen Teilen zwei Abwasserverbänden an, denen die Abwasserreinigung obliegt. Während der nördliche Bereich dem Ruhrverband angeschlossen ist, entwässert das südliche Stadtgebiet zum Bergisch-Rheinischen Wasserverband (BRW). Diese Teilung hat sich aus der topographischen Lage ergeben, da in den Tälern von Rinderbach und Laubecker Bach in der Regel auch die Hauptsammler verlaufen. Diese Hauptsammler nehmen die Abwässer aus den einzelnen Entwässerungsgebieten auf und transportieren sie zur Kläranlage.
Der Aufbau eines Entwässerungsgebietes ist mit dem menschlichen Blutkreislauf in den Venen vergleichbar: aus einem fein verzweigten Netz von Straßenkanälen wird das Abwasser immer weiter in Sammlern zusammengefasst, um dann zentral über den Hauptsammler zur Kläranlage, dem Herzen der Abwasserreinigung, geführt zu werden.

Das Rohrmaterial des Kanalnetzes besteht fast zur Hälfte aus Beton; je nach Einsatzzweck und Durchmesser kommen aber auch Guss-, Stahlbeton-, Steinzeug- und Kunststoffrohre zum Einsatz.

Das Kanalnetz umfasst neben den Kanalleitungen außerdem noch Schachtbauwerke, Regenrückhaltebecken, Stauraumkanäle, Regenüberläufe, Pumpwerke und Regenüberlaufbecken.
Eine Aufgabe des Sondervermögens Abwasser ist es unter anderem, die Funktionsfähigkeit dieser Abwasseranlagen im Stadtgebiet sicherzustellen. Dazu sind Inspektionen, Reinigungen und Instandsetzungsarbeiten erforderlich.

Inspektionen, Reinigungen und Instandsetzung
Die notwendigen Inspektionen und Reinigungen werden in regelmäßigen Intervallen von den Mitarbeitern der Kanalunterhaltung oder von beauftragten Fachfirmen durchgeführt. Diese systematische Kanalinspektion und -pflege senkt nicht nur die Kosten des Kanalbetriebs drastisch, sondern lassen Schäden erkennen und vermeiden, so dass die Voraussetzungen für die Werterhaltung des Kanalnetzes gegeben sind. Kleinere Instandsetzungsmaßnahmen werden durch den Einsatz einer Reparaturkolonne abgewickelt. Die Erneuerung einzelner Anlagenteile erfolgt über die Beauftragung von Tiefbaufachfirmen.

Reinigung von Sinkkästen
Die städtischen Straßen in Heiligenhaus werden über ca. 2600 Straßeneinläufe entwässert. Die Entleerung der Eimer in den Sinkkästen wird grundsätzlich 2x pro Jahr durgeführt. Straßen mit höherem Schmutzanfall (stark befahrene Straßen sowie Straßen mit Handel und Gewerbe und mit Straßenbäumen) werden nach Bedarf entleert. Mögliche Gefahrenstellen, in denen verstopfte Einläufe zur „Seenbildung“ führen können, werden nach starken Niederschlägen oder mindestens einmal im Monat entleert.